25.10.09

Usability Fehlanzeige?


Die gute Benutzbarkeit von Gegenständen, Usability, unterstützt uns im Alltag. Zumindest sollte sie das tun. Beim gestrigen Besuch auf der Messe "Eat'n Style" (eatnstyle.de) in München gab es aber gleich mehrere Situationen, in denen unzureichende Benutzbarkeit die Personen, die die Gegenstände vorführen wollten, gelinde gesagt blamierten.

14:15 Uhr, am Stand des Küchengeräteherstellers Miele: einer der Miele-Repräsentanten will "mal kurz" die Herdplatte von der höchsten Stufe auf "aus" stellen. Der Herd ist mit einer berührungsempfindlichen Schaltfläche neben der Herdplatte auf der Oberseite des Herds zu steuern und reagiert nicht auf den Tastendruck. Als es dann funktioniert und ich testweise nochmal versuche, die Herdplatte von Stufe 0 auf Stufe 5 zu schalten, brauche ich dafür fünf Tastendrücke, von denen jeder etwa eine Sekunde benötigt. Im besten Fall ist das gegenüber der Bedienung mit dem alten, aber guten Drehregler nur nervig, im schlechtesten Fall ist in den fünf Sekunden die Milch übergekocht. Liebe Herdhersteller, Drehregler an der Frontseite des Herds lassen sich blind bedienen und können auch dann noch angefasst werden, wenn die berühungsempfindlichen Flächen nahe der Herdplatte längst mit übergekochter Milch überschwemmt und daher nicht mal mehr angefassbar sind.

15:30 Uhr: Kochshow mit Ralf Zacherl. Super Sache, sehr lustige und gleichzeitig informative Show. Herr Zacherl als Profikoch hat in seiner Küche aber höchstwahrscheinlich keinen Backofen von Miele. Während Zacherl versucht, die Temperatur eines Backofens zu verstellen, fing die Kamera dies in Großaufnahme ein und zeigte, dass der Koch sich erst durch ein vom Handy bekanntes Menü hangeln musste, um überhaupt das zu tun, was er tun wollte. Dauer: mehr als 10 Sekunden. Ich brauche mit meinem alten Drehregler höchstens eine halbe Sekunde dafür.

16:50 Uhr: Auf dem Stand von BMW: Als ich in einem neuen BMW X1 sitze, setzt sich der freundliche BMW-Repräsentant zu mir ins Auto und versucht, mir das kombinierte Navigations- und Radio-System vorzuführen. Der Versuch, das Navi zu zeigen, endet damit, dass er mehrere der voreingestellten Radiosender aus dem Speicher löscht und damit, dass ich den Eindruck gewinne, dass das System (BMW nennt es iDrive) schon im stehenden Fahrzeug nicht intuitiv genug ist, geschweige denn beim Fahren bedient werden sollte. Für was das "i" in "iDrive" steht, darf sich jetzt jeder selbst ausmalen.

18:10 Uhr: Zurück zum Parkhaus unter der BMW Welt. Vor mir steht in der Schlange am Kassenautomaten ein knapp 180cm großer Mann, der seine Parkkarte in den Schlitz schiebt, der eigentlich für die Aufnahme von Geldscheinen gedacht ist. Es wundert mich nicht. Der Schlitz für die Geldscheine ist in Blickhöhe angebracht, der Schlitz für die Parkkarte ist aber oberhalb davon und viel kleiner. Zwar ist er mit einem leuchtenden grünen Pfeil gekennzeichnet, aber dadurch, dass er eben viel weiter oben ist, befindet er sich oberhalb der Sichthöhe. So was sehe ich regelmäßig auch an den Ticketautomaten der S-Bahnen. Mag ja sein, dass es technisch nicht einfach ist, einen einzigen Leser für Karten UND Geldscheine zu bauen. Das interessiert den, der nachher davor steht, aber herzlich wenig.

18:13 Uhr: Schon bei der Einfahrt ins Parkhaus war mir aufgefallen, dass es behindertengerecht zugänglich ist: Aufzüge mit ausreichend langen Tür-offen-Zeiten, Aufzüge mit breiten Türen, Aufzüge mit Haltestangen in etwa 80cm Höhe, so dass sich auch Rollstuhlfahrer und Kinder bequem festhalten können. Auch die Türen zwischen den eigentlichen Parkplätzen und den Aufzügen lassen sich elektrisch öffnen. So weit so gut. Dass auch Rollstuhlfahrer nicht immer in Begleitung unterwegs sind und auch Autos steuern können und wollen, ist den Planern des BMW-Welt-Parkhauses jedoch nicht in den Sinn gekommen: Der verbaute und schon bemängelte Parkautomat ist viel zu hoch, um von jemandem, der auf einen Rollstuhl angewiesen ist, überhaupt bedient werden zu können.

18:16 Uhr: Beim Ausfahren aus dem Parkhaus fällt mir auf, dass die lichte Weite Zwischen dem Automat, der meine Parkkarte schluckt und dem rechten Fahrbahnrand für meinen VW Golf V zwar noch ausreicht, ich frage mich aber doch, wie jemand einen 7er BMW oder einen BMW X5 hier problemlos hinaus bugsiert. Aber was soll's, in der Dostlerstraße nebenan wartet ja notfalls schon der Lackier-Service der BMW AG ;-)

Foto: ario_ bei flickr.com

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13.8.09

Augen auf beim Ticketkauf

Wie sehr man selbst beim Kauf von Konzertkarten die Augen offen haben muss, ist mir aufgefallen, als ich Preise für das Münchner Konzert im Rahmen der Jean-Michel Jarre World Tour 2010 verglichen habe. Alle deutschen so genannten Kartenvorverkaufsstellen boten die Karten zu ungefähr den Preisen an, die auf der World-Tour-Website von Jean-Michel Jarre selbst ebenfalls genannt wurden. Je nach Anbieter kosten Karten bei den in Deutschland ansässigen Kartenanbietern in der teuersten Kategorie knapp 90 EUR (87,30 EUR bei muenchenticket.de, 89,30 EUR bei eventim.de), in der günstigsten Kategorie knapp 40 EUR (37,80 EUR bzw. 39,80 EUR). Auch andere Anbieter reihen sich durch ebenfalls normale Preis in diese Reihe ein, darunter ticketmaster.de und weitere. Der ersten Screenshot zeigt die Preisliste (Stand 13.8.2009) von munchenticket.de.

Die Versandkosten für die Karten ähneln sich bei den Anbietern stark, so dass die Anbieter sich eigentlich nur noch über Nebenleistungen wie Service, Stornierungsbedingungen oder ähnliches Konkurrenz machen können. Ob man die Preise an sich gerechtfertigt findet, steht auf einem anderen Blatt, aber dass es überhaupt überall die gleichen Preise für die gleichen Leistungen sind, finde ich gut.

Überall? Nein, im Örtchen Landgraaf in den Niederlanden ansässig ist ein Kartenverkäufer, der unter Ticketbande B.V. firmiert und ebenfalls Karten fürs Konzert von Jean-Michel Jarre 2010 in München anbietet. Allerdings zu wesentlich höheren Preisen. Die günstigste Kategorie kostet dort 55 EUR, die teuerste 119 EUR zuzüglich Versandkosten. Siehe dazu der zweite Screenshot (Preise bei ticketbande.de am 13.8.2009).

Blöd schauen wird der Kunde dann erst mal, wenn er die Tickets in Händen hält, denn dort sind auch dann, wenn der die Tickets z.B. für 119 EUR gekauft hat, die offziellen Preise, also z.B. 87,30 EUR aufgedruckt. Dass der Anbieter diesbezüglich vermutlich häufiger mit Fragen von Kunden zu kämpfen hat, wird durch die Formulierungen auf der FAQ-Seite von ticketbande.de nahe gelegt. Dort sind für verwirrte oder aufgebrachte Kunden Fragen hinterlegt wie diese: "Warum unterscheidet sich der aufgedruckte Kartenpreis von dem, den ich bezahlt habe?" Der Anbieter begründet dies damit, dass "[...] wir stets versuchen nur die besten Tickets zu vermitteln. Um diese Tickets zu bekommen, zahlen auch wir einen höheren Einkaufspreis, die besten Tickets sind im normalen Vorverkauf in der Regel nicht zu bekommen. Somit sind also auch unsere Einkaufspreise höher als der aufgedruckte Originalpreis." Was genau "die besten Tickets" sind, wird nicht genannt...

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23.7.09

Wie ich Amazon-Bewertungen lese

Viele potentielle Käufer eines Produkts vertrauen beim Kauf eines Produkts über das Internet auf Bewertungen von anderen Kunden. Fünf Sterne vergibt man als sehr zufriedener Kunde, nur einen Stern gibt's, wenn der Kunde sehr unzufrieden war. Wie jeder die einzelnen Kundenbewertungen liest, ist sehr unterschiedlich. So interpretiere ich sie:
  • 5 Sterne: Die Menge der 5-Sterne-Bewertungen enthalten oft Bewertungen von Usern, die alle Features des Geräts nochmal genauestens erwähnen, genauer als dies in den von Amazon selbst hinterlegten Produktbeschreibungen der Fall ist. Daher sehe ich die 5-Sterne-Bewertungen nur als Feature-Liste an. Da unter den 5-Sterne-Bewertern vermutlich nicht selten Mitarbeiter des Herstellers des jeweiligen Produkts sind, messe ich 5-Sterne-Bewertungen nur dann Glaubwürdigkeit zu, wenn sie eine deutliche Mehrheit der Bewertungen darstellen.

  • 1 Stern: Wenn sich 1-Stern- (oder auch 2-Stern-) Bewertungen häufen, kaufe ich das Produkt nicht. Gleiches gilt, wenn in der Bewertung eine schlechte Erfahrung mit dem Kundendienst des Produktherstellers geschildert wird. Wenn die schlechten Bewertungen jedoch nur einzelne Ausreißer nach unten sind, ignoriere ich sie und denke mir, dass es Nörgler wohl immer gibt. In Diskussionen in den Kommentaren unter der jeweiligen Bewertung kommt dann oft heraus, dass der Käufer, der das Produkt schlecht bewertet hat, unerfüllte Erwartungen an das Gerät hatte, teils auch deshalb, weil er schlicht die Liste der Funktionen nicht gelesen oder falsch verstanden hat.

  • 2- bis 4-Sterne-Bewertungen: Das sind meiner Erfahrung nach die Bewertungen, die am ehesten zeigen, welche Probleme sich bei einem insgesamt vielleicht ganz zufrieden stellenden Produkt ergeben können, beispielsweise bei genauerem Hinsehen oder nach längerer Benutzung. Unter diesen finden sich die meisten Bewertungen von Leuten, die versuchen, eine objektive Bewertung abzugeben.
Interessant ist es immer, wenn man ein Produkt findet, das bisher nur eine einzige Bewertung hat und diese auch noch negativ ist: Oft kommen bei diesen Produkten keine weiteren Bewertungen hinzu, was nahe legt, dass das Produkt dann niemand mehr kauft...

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15.7.09

Immer das selbe Ladegerät!

Vor einiger Zeit war zu lesen, dass die EU-Kommission, personifiziert durch Günter Verheugen, die großen Handy-Hersteller dazu zwingen will, zu ermöglichen, dass all ihre Handy-Modelle mit ein- und demselben Ladegerät zu laden sein sollen. Laut Tagesschau soll es bis 2012 so weit sein. Dass die Realität in einzelnen Nischen manchmal glücklicherweise das Wunschdenken überholt, wurde mir in folgendem Fall deutlich:

Seit kurzem besitze ich ein sehr einfaches aber genauso gutes Auto-Navigationsgerät (Becker Traffic Assist Z099). Mitgeliefert wurde lediglich ein Kabel zum Anschluss am Zigarettenanzünder des Fahrzeugs, jedoch kein Steckernetzteil für die Steckdose, um den Akku außerhalb des Fahrzeugs zu laden. Danach habe ich also gesucht. Ergebnis: Das auf der Zubehör-Seite von Becker empfohlene Netzteil mit der Teilenummer 2051.761 ist im Becker-Onlineshop ausverkauft, und über eBay wird es meist in einem Pack zusammen mit Teilen angeboten, die ich nicht brauche.

Da fiel mir ein: Der Artwizz Powerplug, den ich ohnehin habe und zum Laden des iPod verwende, hat einen USB-Ausgang, an dem ein Strom von 1,0 A bei 5 Volt anliegt, offenbar das, was das Becker-Navi Z099 braucht. Ein Blick in die von Artwizz bereit gestellte Kompatibilitätsliste bestätigte meine Vermutung, dass das Laden gut klappen sollte. Das USB-auf-Mini-USB-Kabel zum Verbinden des Ladegeräts mit dem Navi lag dem Navi bei, so dass dem Laden nichts im Wege stand. Prima.

Der Blick in die Artwizz Kompatibilitätsliste lohnt übrigens auch wegen anderer gängiger mobiler Navigationssysteme und Handheld GPS Devices. So sind beispielsweise auch das TomTom 730 Traffic, das TomTom one XL oder das Navigon 7110 als kompatibel aufgeführt.

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17.6.09

Nespresso? Danke, nicht für mich!

Als Gelegenheits-Kaffeetrinker haben wir zuhause eigentlich nur eine Kaffeemaschine, damit kaffeeabhängige Verwandte und Bekannte einen Kaffee haben können, wenn sie zu Besuch sind.
Kürzlich, bei einem Besuch bei Bekannten, durften wir den leckeren, von einer schmalen formschönen Maschine der Marke De Longhi gebrauten Nespresso-Kaffee genießen. Schmeckte wirklich prima. Sogar so gut, dass wir uns überlegten, uns selbst ein so einfach zu handhabendes Gerät zuzulegen. Und die Bedienung... so einfach: einfach Kunststoffkapsel mit Kaffee drin einlegen, auf den Knopf drücken, kurz warten, fertig. Mehrere Gründe haben uns dann doch davon abgehalten:

  • Die Kapseln mit dem Kaffee sind nur direkt bei Nespresso im Internet oder in speziellen Nespresso-Shops erhältlich. Preisdruck existiert also nicht, kein Wunder, dass ein Tässchen Kaffee mit etwa 33 Cent zu Buche schlägt.

  • Um im Internet-Shop von Nespresso Kapseln kaufen zu können, muss man sich mit Name, Anschrift und weiteren Daten anmelden. Dabei wird auch um die Seriennummer der benutzten Nespresso-Maschine gebeten. Diese MUSS man zwar nicht angeben, aber das werden die meisten Leute erst merken, wenn's zu spät ist. Warum man sich anmelden muss? Na vermutlich um das exklusive "Ich bin jetzt Mitglied"-Gefühl beim Kunden zu erzeugen. Mitglied wird man in der Tat, nämlich im Nespresso-Club. Da würde ich mich genauso unwohl fühlen wie in einem Raucherclub. Einen Club, in dem die sonst in Restaurants üblichen Gesetze nicht gelten. Die mögliche Parallele zum Nespresso-Club? Vielleicht diese: Beim Nespresso-Kaffee sind nirgends Inhaltsstoffe deklariert. Das stimmt mich zu nachdenklich, als dass ich den Kaffee noch in mich kippen möchte.

  • Bis eine Nespresso-Maschine betriebsbereit ist, braucht sie eine ordentliche Warmlaufzeit. Das kostet Strom. So weit noch ok, wenn man die Maschine aber danach noch weiter im Standby lässt, braucht sie von Zeit zu Zeit weiterhin Energie, um das Wasser heiß zu halten.

  • Mit jeder einzelnen verbrauchten Kapsel wächst der Müllberg. Nicht wie bei normalem Kaffee nach 250g oder 500g oder gar erst nach 1kg verbrauchten Pulver, nein, mit JEDER Kapsel. Und da die allermeisten Leute die Kapseln vor dem Entsorgen im gelben Sack weder plattdrücken noch ineinander stecken, um Müllvolumen zu sparen, fällt hier erst recht wesentlich mehr Müll an als bei herkömmlichem Kaffee.

  • Eine Nespresso-Maschine verursacht eine Anfangsinvestition von knapp 100 EUR. Dazu kommen die Kapseln. Wozu? Wozu, wenn meine jetzt gekaufte Bialetti noch besseren Kaffee macht, keinen Standby-Modus braucht, normales Espresso-Pulver aller möglichen Hersteller akzeptiert und auch noch viel schöner aussieht? Solange das so ist, unterstütze ich keinen Konzern wie Nestlé durch Kauf von dessen Nespresso-Kapseln, erst recht nicht, solange Nestlé unter Verdacht steht, die Menschenrechte mit Füßen zu treten, wie einige Links im Netz zu denken geben, beispielsweise dieser.

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26.10.07

Benachteiligt Lufthansa gemeinsam Reisende?

Beim Buchen von Flugreisen auf lufthansa.de für mehr als eine Person werden pro Person teilweise höhere Preise verlangt, als wenn eine einzelne Person dieselbe Reise bucht. Bei Buchung am 24.10.2007 sollte eine Reise von München nach Edinburgh und zurück für eine einzelne Person für die Zeit Hinflug zwischen 22.5.2008 und 28.5.2008, Rückflug zwischen 7.6.2008 und 13.6.2008 in den meisten Fällen 208 EUR, bei Hinflug genau am 23.5.2008 jedoch 296 EUR kosten. Die Preismatrix bei Reise eines einzelnen Passagiers sah also wie folgt aus:


Für zwei Passagiere kostet die Reise am 23.5.2008 schon jeweils 337 EUR statt 296 EUR, auch am 28.5.2008 kostet es nicht mehr 208 EUR, sondern schon 246 EUR. Preismatrix für zwei zusammen reisende Passagiere:


Noch krasser wird es bei drei oder mehr Passagieren: Reist man am 9.6.2008 zurück, so werden für alle Termine mindestens 246 EUR (statt 208 EUR fällig), für die Kombinationen mit Hinflügen am 23.5.2008 oder 28.5.2008 sogar 333 EUR (statt 208 EUR) oder 338 EUR (statt 208 EUR). Preismatrix für vier zusammen reisende Passagiere:


Der Preisnachteil, der beispielsweise vier Passagieren, die den Hinflug am 28.5. und den Rückflug am 9.6. vornehmen wollen, beträgt zusammen etwa 500 EUR. 500 EUR, die keinerlei Leistung mehr seitens der Lufthansa bedeuten.

Zusammengefasst: Lufthansa verlangt hier für ein- und dieselbe Leistung mehr, wenn mehrere Leute auf einmal diese Leistung in Anspruch nehmen wollen. Das umgekehrte wäre zu erwarten: Je mehr Passagiere gemeinsam buchen, desto schneller steigt die Planungssicherheit für einen Flug und desto weniger Verwaltungsaufwand fällt an, wenn es zu Änderungen oder gar zu Problemen kommt, was meiner Erfahrung nach bei Lufthansa aber sehr selten der Fall ist.

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30.9.07

Offenbaren Sie Ihre Wünsche!

OpenWishes heißt ein ganz neuer Stern am Web 2.0-Himmel: OpenWishes ist ein Service, bei dem man seine eigenen Geschenkwünsche, Weihnachtswünsche, Geburtstagswünsche, Osterwünsche, Just-for-Fun-Wünsche und andere Wünsche einträgt und für andere sichtbar macht. Was nutzt einem das? Auf den ersten Blick nicht mehr als ähnliche Services, die in Amazon und andere Shopping-Websites integriert sind. Aber irgendwo muss doch da der Mehrwert sein, sonst hätten sich Marc Neumann, Markus Kühle und Markus Junginger, die Macher von OpenWishes, die Mühe ja sparen können.

Also muss mehr dahinter stecken. Und so ist es auch: ein weiterer Blick offenbart nicht nur die Wünsche von Menschen, die man kennt oder nicht kennt, sondern auch, wann diese Menschen Geburtstag feiern. OpenWishes ist also zusätzlich eine Plattform, die solche wichtigen Tage wie Geburtstage nicht in Vergessenheit geraten lässt. Damit ergibt OpenWishes schon gleich viel mehr Sinn. Mehr als eine Geschenkliste bei Amazon und mehr als ein Geburtstagskalender, denn OpenWishes verbindet beides.

Was kann man bei OpenWishes tun? Die Leute derer, die ebenfalls schon bei OpenWishes angemeldet sind, fügt man in eine Freundesliste ein. Auf diese Weise entsteht ein soziales Netzwerk. Eine Übersicht auf der Einstieg zeigt außerdem eine Auswahl dessen, was andere Leute gerade in ihre Wunschliste eingetragen haben. Auf einen Blick hat man also schon mal eine Reihe von Geschenkideen im Kopf für die eigenen Freunde und vielleicht auch sich selbst. Wünscht man sich etwas ebenfalls, klickt man in der Wunschliste eines anderen OpenWishes-Gastes einfach auf "Selbst wünschen" und schon erscheint der Artikel auf dem eigenen Wunschzettel. Oder man klickt auf "Bei Amazon kaufen" und wird in einem neuen Fenster auf die Produktseite bei Amazon weitergeleitet. Im Hintergrund stützt sich OpenWishes also auf die Produktsuche von Amazon und hat daher ein sehr großes Spektrum dessen, was man sich wünschen kann.

Ich bin sehr zuversichtlich, was den Erfolg von OpenWishes anbelangt und werde versuchen, wieder darüber zu berichten, wenn mehr Anwender sich zu dem Service angemeldet haben.

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16.9.07

Warum nur Müsli?

Dein individuelles MuesliIm Kundenmagazin meines Arbeitgebers habe ich einen Link zu dem noch jungen Projekt mymuesli gefunden, bei dem man sich sein Müsli individuell zusammenmixen und zuschicken lassen kann. Klasse Sache. Während ich die mymuesli-Website angesehen habe, habe ich außerdem einem SWR3-Podcast gelauscht, in dem Alfred Ritter, der "Chef" des Schokoladeherstellers Alfred Ritter GmbH & Co. KG, den folgenden Satz sagte: "Es stimmt, dass es [Ritter Sport Knusperflakes] aus dem Programm genommen wird [...] wegen zu geringer Akzeptanz vom Publikum." Die Knusperflakes finde ich doch recht gut, und daher meine Frage: Warum nur Müsli selbst konfigurieren? Wieso nicht auch Schokolade? Ich klicke mir die Grundmischung, meinetwegen dunkle Schoki mit 40% Kakao und meine Lieblingsfüllung selbst zusammen: Macadamianüsse, Cornflakes. Schade, dass es DAS (noch) nicht gibt. Wie wär's, Herr Ritter? :-)

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9.9.07

Auto-Plagiate aus China

Der Spiegel, die Zeit, die Süddeutsche Zeitung und weitere renommierte und weniger renommierte Blätter lassen sich derzeit gern äußerst stellungnehmend darüber aus, dass chinesische Auto-Plagiate den Markt zu überschwemmen drohen. In den meisten Fällen reagieren Kommentatoren in aller Welt (außer in China) recht erbost auf diese Erscheinung. Im ersten Moment dachte ich genauso.
Dann allerdings kam mir ein anderer Gedanke: Warum plagiieren die Chinesen ausgerechnet einen BMW X5? Warum ausgerechnet einen Smart? Warum einen Toyota RAV4? All die nachgeahmten Fahrzeuge lassen eine gewisse Innovationshöhe erkennen und scheinen aus diesem und sicher auch aus anderen Gründen für chinesische Plagiateure besonders attraktiv zu sein.
Natürlich gehen mit jedem gekauften Plagiat Umsätze an Unternehmen und Personen, die das geistige Eigentum Dritter gestohlen haben. Und das finde ich schlecht.
Jedoch sehe ich nur Plagiate. Ausschließlich Plagiate. Bei keinem der Fahrzeuge, die ich bisher in der Presse gesehen habe, war von einem Feature die Rede, das das Original nicht aufweist. Keines davon zeigt gegenüber dem Vorbild Neuerungen, die auf Kreativität der Plagiateure schließen lassen. Wenn diese nicht mal kleinere Neuerungen, aufbauend auf dem Original, zustande bringen, zweifle ich doch sehr, dass sie es mittelfristig fertig bringen, ein eigenes, innovatives Produkt auf den Markt zu bringen. Und genau diese fehlende Innovationsfähigkeit demonstrieren die Chinesen derzeit der ganzen Welt. Tolle Leistung :-)

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12.1.07

Apple: The missing link

Apple Remote ControlSince the time Apple has released the Mac Pro I've been waiting for Apple desktop hardware using just TWO processor cores and using real desktop hardware under the hood. There are Apple computers internally using notebook hardware, i.e. the iMac and the Mac mini. These do not fit my needs because I don't want lame notebook hardware (memory, graphics, and hard disk) to slow down my work. The Mac Pro is far too oversized for my needs, i don't need four Xeon processor cores, and I don't want to spend that much money. The good thing about the Mac Pro is that I can enhance its functionality by adding expansion cards whenever I like to. Same with repairs: I don't want to have the whole machine exchanged when it's just the graphics card that is broken. Apple: Why don't you release The Missing Link? I'd like an enhanceable hardware architecture with just TWO non-Xeon desktop processor cores using 'real' desktop hardware. An Intel Core 2 Duo processor with 2.4, 2.66 or 2.93 GHz would be enough. RSVP.

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11.1.07

Apple und Cisco ziehen eine PR-Show ab

Apple hat das iPhone angekündigt. Cisco hat jedoch schon vor Jahren durch Kauf eines Unternehmens die Rechte am Namen "iPhone" erworben. Cisco bietet unter diesem Namen denn auch ein Voice-over-IP-Telefon an. Apple wusste schon vor der Ankündigung des Apple iPhone, dass Cisco diese Rechte für sich beansprucht, hat angeblich auch mit Cisco verhandelt, jedoch ohne zu einer Einigung zu kommen. Nun hat Cisco Apple verklagt.
Meine Meinung dazu: genialer Schachzug von beiden. Cisco und Apple, deren Leistungsportfolios mich nicht erkennen lassen, dass die beiden Unternehmen in Konkurrenz zueinander stünden, profitieren beide: Cisco macht insofern auf sich aufmerksam, dass es mit der Klage deutlich macht "Hey, Leute, wir haben hier ein Produkt, das VoIP-iPhone, das ihr alle brauchen könnt, denn VoIP geht Euch inzwischen alle was an", während Apple durch die Klage noch mehr Aufmerksamkeit auf sich zieht als es mit iPhone-Ankündigung aber ohne Klage möglich gewesen wäre.
Meine Vermutung für den Ausgang der Sache: Cisco wird Apple gerichtlich pro forma verpflichten lassen, unter dem Namen iPhone keine VoIP-Telefone anzubieten. Apple wird sich freuen, Cisco hatte ein wenig Publicity. Mal sehen, wie's kommt :-)

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29.11.06

Onkel Doc, wie ehrlich bist Du...

...bei der Abrechnung mit meiner gesetzlichen Krankenkasse? Wie oft hast Du den Höchstsatz abgerechnet, obwohl der Mindestsatz der angemessene gewesen wäre? Oder hast Du gar Behandlungen abgerechnet, die ich gar nicht erhalten habe? Wie? Solch schändliches Handeln ist Dir fremd? Echt? Prima, dann hast Du ja sicher nix dagegen, wenn meine gesetzliche Krankenkasse mir künfig am Ende des Quartals eine Liste der abgerechneten Leistungen schickt. Das gibt mir dann etwas mehr als bisher das Gefühl, dass Du ehrlich abrechnest. Außerdem kann ich dabei lernen, was ich unser Gesundheitssystem gekostet habe.
Foto: chocolate_monster bei flickr.com

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